Videoschnitt

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Einführung

Nach dem Filmen folgt der Filmschnitt. Die Nachbearbeitung jedes Films kann mit Schnittprogrammen für den Computer oder auch mit Apps für Smartphone und Tablet erfolgen.
Oftmals liefern die Hersteller der Kameras, Smartphone und Tablet gleich die passende Schnittsoftware zum Gerät dazu.
Der Grundaufbau der Programme und auch ihre Funktionalität ist dabei meistens ähnlich: Die Benutzeroberfläche besteht grundlegend immer aus einem Schnittfenster in dem das Video- und Audiomaterial entlang eines Zeitstrahls abgelegt wird und wo es dann bearbeitet werden und einem Vorschaumonitorfenster, indem man das Video abspielen.
Es ist nach wie vor schwierig eine kostenlose Schnittsoftware für Windows zu finden, die sich für komplexere Filmprojekte eignet. Von den meisten Schnittprogrammen gibt es aber Testversionen, die man einen Monat lang kostenlos nutzen kann (Z.B. Adobe Premiere Elements oder Pro CC oder Magix Video Deluxe 15). Hier muss man aber mit Einschränkungen bzgl. der Funktionalität rechnen.
Wir werden in diesem Kapitel exemplarisch auf das Programm Premiere Elements 13 von Adobe eingehen, das für Windows und Mac iOS erhältlich ist. Diese Software bietet alle Funktionalitäten für einfache und komplexe Filmprojekte und unterstützt eine Vielzahl von Dateiformaten. Premiere Elements kostet ca. 90 €. Studierende oder Bildungseinrichtungen können Vergünstigungen erhalten.
Weniger komplexe Filmprojekte können z.B. auch mit dem bereits bei Microsoft Windows enthaltenen Windows Live Movie Maker realisiert werden.
Auf Schnittprogramme anderer Betriebssystem gehen wir in diesem Kapitel nicht ein, es finden sich aber im Internet zahlreiche Anleitungen und Videotutorials zu deren Bedienung.

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Vision in action

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  • Sorgt für einen guten Arbeitsplatz zum Schneiden. Benutzt Kopfhörer, um nicht durch das abgelenkt zu werden, was um Euch herum geschieht.
  • Verschafft Euch einen Überblick über alles gefilmte Material, das ihr in euer Filmprojekt einbinden möchtet. Ihr könnt auch ohne Schnittsoftware eure Videoaufnahmen mit einem herkömmlichen Videoplayer sichten und euch Notizen machen.
  • Sorgt bereits vor dem Anlegen eines Filmprojekts für eine übersichtliche Struktur aller Ordner und Dateien, die Du in das Projekt einbinden möchtest. Zunächst direkt auf der Festplatte über den Windows Explorer. Nach dem Import der Dateien in Premiere Elements im Fenster „Projektelemente“ sollte sich dort die gleiche Ordnerstruktur wiederfinden.
  • Macht Euch mit den Shortcuts von Premiere Elements vertraut und versucht diese regelmäßig zu benutzen, um schneller Arbeiten zu können:
    • Projekt speichern: Strg + s
    • einen oder mehrere Bearbeitungsschritte rückgängig machen: Strg + z
    • Alle Elemente in einem Bereich (z.B. Ordner in den Projektelementen oder Elemente im Schnittfenster) auswählen: Strg +a
    • Film im Vorschaumonitor abspielen bzw. pausieren: Leertaste
    • In das Schnittfenster Hineinzoomen bzw. Herauszoomen: + / –
    • Einzelne oder mehrere markierte Clips im Schnittfenster löschen: „Entf“
    • Bearbeitung von Textelementen beenden um diese anordnen zu können: „Esc“
  • Schaut Euch regelmäßig den aktuellen Bearbeitungsstand eures Filmprojekts an und diskutiert darüber, was noch verbessert werden kann.
  • Speichert regelmäßig (Strg + s)!
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Equipment und Hilfsmittel

Für den Schnitt benötigt ihr:

  • Ein Schnitprogramm für den Computer oder eine Schnitt-App für Smartphone oder Tablet und einen ausreichend schnellen/s Computer, Smartphone oder Tablet, das die Anforderungen (Betriebssystem / Prozessorgeschwindigkeit / Arbeitsspeicher / Festplattenkapazität) an die Software erfüllt.
  • Eine Maus, da die Nutzung eines Touchpads für den Schnitt nicht zweckmäßig ist.
  • Gute Lautsprecher oder Kopfhörer, wenn mehrere Schnittcomputer in einem Raum genutzt werden sollen.
  • Verteiler für Kopfhörer, falls ihr gleichzeitig zu zweit an einem Schnittcomputer arbeiten wollt, wenn mehrere Schnittcomputer im Raum sind.
  • Sofern verfügbat ein zweiter Bildschirm, in dem nur der Vorschaumonitor zu sehen ist.

Hauptteil

Um den kompletten Schneidevorgang zu demonstrieren gehen wir im Folgenden davon aus, dass wir einen Film schneiden, in dem ein Beruf vorgestellt werden soll und der mit einer Kamera gedreht wurde (in diesem Kapitel als „Berufsporträt“ bezeichnet). Das Rohmaterial besteht aus einer Interviewsequenz des Handwerkers sowie Schnittbildern, die seine Tätigkeit und seinen Arbeitsplatz veranschaulichen sollen.

Vorbereitung des Filmschnitts

Bevor wir mit dem eigentlichen Schnitt beginnen, ist es wichtig, dass wir uns einen Überblick über das gefilmte Material verschaffen und dieses ggf. auch schon vorsortieren, um uns dann während des Schnitts besser zu recht zu finden.
Beispielsweise kann man schon im Datei-Browser (z.B. Windows-Explorer), Aufnahmen, die nicht benötigt werden, aussortieren. Außerdem kann man bereits vor dem Schnitt das gefilmte Material nach Szenen oder Drehtagen in verschiedenen Ordner vorsortieren.

Falls ihr an einem Filmprojekt an eurer Schule oder in einem Jugendclub teilnehmt, aber zu Hause über keinen Computer mit Schnittsoftware verfügt könnt, ihr trotzdem schon das Material über einen Videoplayer (wie z.B. Windows Media Player oder VLC) sichten und anhand des Timecodes gute und schlechte Passagen schriftlich festhalten und ggf. auch mit Kommentaren für den späteren Schnitt in der Schule oder im Jugendclub versehen.

Nicht immer ist das Videodateiformat, das die Kamera speichert, mit der Schnittsoftware kompatibel. Wenn Du merkst, dass die Schnittsoftware ein Dateiformat nicht importieren kann, finde heraus, welche Formate von der Schnittsoftware unterstützt werden und konvertierte sie mit einer Konvertierungssoftware (z.B. das kostenlose SUPER oder der kostenpflichtige Adobe Media Encoder).
Außerdem kann es bei langsamen Computern passieren, das komprimierte Dateiformate das Schnittprogramm sehr langsam werden lassen und somit auch der Schnitt nur sehr langsam läuft. Hier empfiehlt es sich, die Dateien vor dem Schnitt in ein weniger komprimiertes Format (z.B. avi) umzuwandeln, was z.B. auch mit der oben genannten Konvertierungssoftware möglich ist. Dadurch benötigt ihr aber mehr Speicher auf der Festplatte.
Auch Videomaterial mit einer sehr hohen Auflösung, kann die Schnittsoftware langsam werden lassen. Hier empfiehlt es sich, z.B. wenn ihr mit Adobe Premiere Elements arbeitet, die Dateien mit hoher Auflösung vor dem Import in das Schnittprogramm in Dateien mit einer niedriger Auflösung zu konvertieren und dann diese für die Zeit des Schnitts zu verwenden. Wenn der Schnitt beendet ist kann man dann in Premiere Elements, die Dateien mit niedriger Auflösung wieder durch die Dateien mit hoher Auflösung ersetzen, bevor man das Projekt ausgibt. Hierzu klickt man die importierte Videodatei im Fenster „Projektelemente“ mit der rechten Maustaste an und wählt dann unter „Filmmaterial ersetzen“ wieder die Datei mit der höheren Auflösung aus.
Auch alle weiteren Dateien (z.B. Tonaufnahmen oder Bilddateien), die im Schnitt verwendet werden sollen, sollten übersichtlich in einem Projekt-Hauptordner mit Unterordnern abgelegt worden sein.

Für unser Berufsporträt wurde der Ordner „Berufsporträt“ angelegt. In diesem befinden sich nun zwei weitere Unterordner, „Interviewsequenz“ und „Schnittbilder“, in die die Videodateien schon vor dem Schnitt einsortiert wurden.

Anlegen eines neuen Filmprojekts mit Adobe Premiere Elements 13

Nach Start von Premiere Elements erscheint das folgende Fenster:

 

Hier klicken wir auf „Video Editor“ und dann auf „Neues Projekt“.

 

Nun erscheint der eigentliche Arbeitsbereich für den Schnitt. Hier klicken wir erst einmal auf „Speichern“ in der obersten Zeile rechts und speichern das Projekt unter dem Namen „Berufsporträt_Handwerker.prel“ in einem neu angelegten Unterordner des Hauptordners von „Berufsporträt“ mit dem Namen „Premiere Elements“, um einen guten Überblick über die Dateien im Hauptordner zu behalten.

In der zweiten Zeile von oben können wir nun zwischen den Modi „Schnell“ und „Experte“ wählen.

Im Modus „Schnell“ haben wir im Schnittfenster (die Zeitleiste unten) jeweils eine Spur für Text / Titel, Videomaterial (Videodatei von der Kamera mit dazugehöriger Audiospur), und zwei weitere Audiospuren z.B. für Off-Text und Musik.
Video- und Audiospur des Videomaterials werden hier nur zusammengefasst angezeigt und können nicht separat bearbeitet werden.
Dieser Modus eignet sich für nur einfache Filmprojekte, bei denen z.B. nicht mehrere Videospuren benötigt werden und auch der Ton der Videospur nicht gezielt bearbeitet werden muss. Da der Schnell-Modus nicht über den Menüpunkt „Projektelemente“ verfügt, über den alle im Projekt verwendeten Clips übersichtlich dargestellt werden können, raten wir immer zur Nutzung des Experten-Modus, auch wenn nicht mehrere Videospuren benötigt werden.

Im Modus „Experte“ können insgesamt vier Videospuren im Schnittfenster bearbeitet werden. Im Unterschied zum „Schnell“- Modus kann hier der Ton der Videospuren auch unabhängig von der Videospur bearbeitet werden. Außerdem bietet der Experten-Modus den Menüpunkt „Projektelemente“, also alle Video- und Audiodateien, Titel, Bilder und Grafiken, die in dem Projekt verwendet werden sollen, übersichtlich angeordnet werden können.
Dieser Modus eignet sich für einfache wie komplexe Filmprojekte, bei denen z.B. mit mehreren Kameras gleichzeitig gefilmt wurde. Im Expertenmodus kann das Videomaterial mehrerer Spuren synchronisiert werden, so dass man immer die gerade gewünschte Perspektive auswählen kann (siehe Abschnitt „Bearbeiten von Videos mit mehreren Videospuren“).
Der Modus „Assistent“ ist für beide Modi als Unterstützung anwählbar. Hier findet sich z.B. auch ein Crashkurs für die ersten wichtigsten Schritte.

Medien hinzufügen

Für den Schnitt unseres Handwerker Porträts werden wir im Folgendem im Experten-Modus arbeiten. Über den Button „Medien hinzufügen“ oben links können wir Dateien aus unterschiedlichen Quellen zu unserem Videoprojekt hinzufügen. Z.B. von der Festplatte oder von einer an den Computer angeschlossenen Kamera. Alle Importierten Dateien, werden in dem Ordner gespeichert, wo das auch das Filmprojekt angelegt wurde.

(Über den Menü-Punkt „Webkamera oder WDM-Gerät“ können wir auch direkt Aufnahmen über eine angeschlossene Webkamera machen).

Für unser Berufsporträt wählen wir nun also die Option „Medien hinzufügen“ und dann „Dateien und Ordner“ und wechseln im kommenden Dateibrowser zum Hauptordner „Berufsporträt“. Nun markieren wir den Ordner „Interviewsequenz“. Anschließend klicken wir auf „Ordner importieren“. Nun wird der Ordner „Interviewsequenz“ unter „Projektelemente“ (zweite Zeile von oben links) angezeigt und wir können mit Doppelklick auf den Ordner alle Videodateien darin sehen.
Auch den Ordner „Schnittbilder“ importieren wir über „Medien hinzufügen“ in die „Projektelemente“.

Über den kleinen Button am rechten Rand der Projektelemente können wir verschiedene Optionen in Bezug auf die Ansicht der Projektelemente (Raster oder Listenansicht) und in Bezug auf die Sortierung der Projektelemente (Dateiname oder Dauer) auswählen. Hier können wir auch neue Ordner im Bereich Projektelemente anlegen (z.B. um das Videomaterial hier zu sortieren, falls dies noch nicht vorher im Windows Explorer geschehen ist).

Mit Doppelklick auf die Videodateien erscheint ein kleines Vorschaufenster, in dem man die jeweilige Videodatei in einem eigenen kleinen Vorschaumonitor anschauen kann. Mit Klick auf „In-P. setzen“ und „Out-P. setzen“ kann man an der gewählten Cursorposition den Anfangs- und Endpunkt eines Bereiches des Clips in dem kleinen Vorschaufenster auswählen. Zieht man nach Auswahl eines Bereichs das Bild der Voransicht per „Drag & Drop“ auf eine Videospur im Schnittfenster, so erscheint nur der ausgewählte Bereich des Clips in der Timeline. Dies ist nützlich wenn ihr das Material schon vorher in einem reinen Videoplayer gesichtet habt und nun anhand der Zeitmarken, die ihr euch dabei notiert habt, Videomaterial in das Schnittfenster einfügen möchtest.

Wenn wir die Clips der Interviewsequenz noch nicht vor dem Schnitt über einen separaten Videoplayer gesichtet haben, können wir das ansonsten im Schnittfenster tun. Dazu machen wir einen Doppelklick auf den Ordner „Interviewsequenz“ in den Projektelementen und wählen dann dort alle Dateien aus (entweder durch Markieren mit dem Mauszeiger bei gedrückter Hochstelltaste oder über den Befehl „Strg + A“). Per „Drag & Drop“ ziehen wir nun alle Dateien auf Video- und Audiospur 1 im Schnittfenster.

Mit dem Scrollbalken am unteren Ende des Schnittfensters können wir uns entlang der Zeitleiste  bewegen und können so das Video- und Audiomaterial vom Anfang der Zeitleiste bis zum Ende anschauen und bearbeiten.

Mit Klick auf den Play-Button unter dem Monitorfenster können wir das Videomaterial im Schnittfenster abspielen und das Abspielen anhalten. Schneller geht es, wenn man einfach die Leertaste zum Wiedergeben und Anhalten der Voransicht drückt!

Über das Müllereimer-Symbol im Fenster „Projektelemente“ können wir Dateien oder auch ganze Ordner aus dem Bereich „Projektelemente“ löschen. Das bedeutet aber nicht, dass diese Elemente auch auf der Festplatte gelöscht werden!
Über das kleine Ordner-Symbol links neben dem Müllereimer-Symbol können wir wieder aus einem Ordner in eine höhere Ebene wechseln.
Über die Suchleiste (Lupen-Symbol) links daneben, können wir gezielt nach Dateien und Ordnern mit einem bestimmten Namen suchen.

Anhand des Schiebereglers rechts über dem Schnittfenster können  wir in das Schnittfenster „Hinein- oder Herauszoomen“ und sehen je nach dem nur einen kleinen Abschnitt des Films sehr detailliert oder den ganzen Film aufeinmal.
Haben wir voll hineingezoomt, sehen wir jeden Frame auf der Zeitleiste einzeln. Dies ermöglicht sehr detailliertes Arbeiten. Durch Herauszoomen können wir das ganze Projekt auf einmal sehen, was gut ist um zunächst nur grob an eine Stelle im Schnittfenster zu springen. (Der Maßstab des Zeitstrahls verändert sich, wie man an den Zahlen in der Zeitleiste erkennen kann).
Um schneller Arbeiten zu können, können wir zum Hinein- und Herauszoomen auch die Tasten ‚+‘ und ‚-‚ nutzen.

Nachdem entweder ein Bereich der einzelnen Clips (In-Points und Out-Points) oder alle Clips komplett auf die Videospur 1 im Schnittfenster gelegt wurden können wir nun dort weiter schneiden.

Dazu verändern wir mit Klick in die Zeitleiste am oberen Rand des Schnittfensters die Position des roten Cursors (roter vertikaler Strich mit blauem Dreick am oberen Ende) und können so ganz schnell an eine bestimmte Stelle im Schnittfenster springen.

Halten wir die linke Maustaste gedrückt und bewegen den roten Cursor nach links oder rechts hören wir gleichzeitig den Ton im Schnittfenster. Dies kann nützlich sein, um genau an eine bestimmte Stelle, z.B. ein Satzende, zu springen.

Möchten wir einen Schnitt machen, also einen Clip teilen, setzen wir den roten Cursor mit dem blauen Dreieck am oberen Ende an die entsprechende Position und klicken auf die kleine Schere, die am Cursor zu sehen ist. Nun sehen wir das an der Stelle, wo der Schnitt gesetzt wurde das Material in der Videospur geteilt wurde.
Wenn wir nun z.B. den Abschnitt vor dem Schnitt entfernen wollen, klicken wir auf diesen Bereich und Drücken die Taste „Entfernen“ oder wählen im Rechtsklick-Menü „Löschen“. Es entsteht eine Lücke in der sich nun kein Material befindet. Eine Lücke wird im Vorschaufenster (und somit auch im späteten Film) als schwarzes Bild angezeigt, sofern sich nicht an der Stelle der Lücke Videomaterial auf einer anderen Videospur befindet.
Mit Rechtsklick in die Lücke können wir den Befehl „Löschen und Lücke“ schließen auswählen. Dadurch wird die Lücke geschlossen. Das gesamte Videomaterial, das nach der Lücke kommt, schließt nun nahtlos an das Material vor der Lücke an. Dies ist sehr praktisch, da wir sonst das gesamte Material nach der Lücke markieren und per „Drag & Drop“ zum Material vor der Lücke hinschieben müssten.
Wir wiederholen den Schnittvorgang bis die gesamte Interviewsequenz geschnitten wurde.
Statt der Schnitt mit dem Scherensymbol gibt es auch eine andere Möglichkeit um einen Filmclip zu verkürzen. Bewegt man den Mauscursor über das linke oder rechte Ende eines Filmclips verwandelt er sich in eine rote rechteckige Klammer mit zwei kleinen schwarzen Pfeilen in der Mitte. Halten wir beim Erscheinen dieser roten rechteckigen Klammer die linke Maustaste gedrückt, können wir den Clip verkürzen. Wurde der Clip verkürzt kann man ihn auf diese Art und Weise auch wieder in die Länge ziehen!

Über das Drücken von „Strg + Z“ können wir den letzten Arbeitschritt rückgängig machen. Dies ist bis zu 50 Mal möglich. Über das „Protokoll“ (aufrufbar über das Menü „Fenster“) kann man die bis zu 50 letzten Arbeitsschritte in einer Liste sehen und mit Klick auf einen bestimmten Arbeitsschritt an einen bestimmten Punkt im Bearbeitungsprozess springen. Hat man mehr als 50 Bearbeitungsschritte gemacht, gehen die Bearbeitungsschritte am Anfang des Protokolls verloren. Wenn man das Programm beendet, wird das Protokoll nicht gespeichert, d.h. man kann nach dem nächsten Öffnen des Filmprojekts in Premiere Elements nicht mehr auf die bereits gemachten Arbeitsschritte zurückgreifen.
Wenn man sich unsicher ist, ob die Bearbeitung eines Filmprojekts gerade in Richtung des gewünschten Ergebnisses verläuft, kann man über „Datei->Speichern unter…“ immer einen Zwischenstand des Projekts unter einem anderen Namen abspeichern. Dies benötigt nicht viel Speicherplatz, da nur die Projektdatei, aber nicht das Videomaterial neu abgespeichert werden muss!

Schnittbilder einfügen

Schnittbilder machen unseren Beitrag interessanter, da man die Informationen nicht nur über das was unser Protagonist erzählt erhält, sondern auch über Filmaufnahmen veranschaulicht wird. Hierzu fügen wir regelmäßig Videoausschnitte aus dem Ordner „Schnittbilder“ aus den Projektelementen auf „Videospur 2“, also über der Videospur mit dem Interview ein. Wir können das Gesprochene direkt mit Schnittbildern veranschaulichen oder die Schnittbilder auch zeitversetzt zum Gesprochenen setzen. Dies kann muss man immer individuell entscheiden. Wird das Gesprochene direkt durch Schnittbilder veranschaulicht, erhält der Zuschauer die gleiche Information über das Gesprochene und das Bild, was im professionellen Bereich, als plump angesehen wird. Manchmal ist es aber unvermeidllich das Gesprochene direkt zu veranschaulichen, wenn z.B. der Handwerker die Bestandteile einer Maschine erklärt und der Zuschauer natürlich in diesem Moment auch die Bestandteile der Maschine sehen möchte!

Überblendungen

Der harte Schnitt, also gar kein Überblendungseffekt, ist der meist eingesetzte Übergang von einem Clip zum nächsten.
Manchmal ist es aber sinnvoll Übergänge zwischen Clips über sogenannte Überblendungen auf andere Art und Weise zu gestalten.

Meisten kommen bei Film und Fernsehen nur die Übergänge „Weiche Blende“ (langsame Überblendung zwischen zwei Clips) der „Übergang zu schwarz“ zum Einsatz.
Wird der „Übergang zu schwarz“ per „Drag & Drop“ an den linken Rand des ersten Bildes in der Timeline gesetzt, beginnt der Film mit einem Schwarzbild gefolgt von einem Übergang zum Videomaterial des ersten Clips.
Befindet sich der „Übergang zu schwarz“ zwischen zwei Clips, so wird das Bild kurz komplett schwarz, dann folgt der Übergang zum nächsten Clip. Dies kann sinnvoll sein, um z.B. anzuzeigen, dass zwischen den Clips eine bestimmte Zeit vergangen ist oder ein Ortswechsel stattgefunden hat.
Befindet sich der „Übergang zu schwarz“ am Ende eines Clips, der von keinem Clip gefolgt wird, so können wir das Bild ins Schwarze ausblenden, was oft am Ende eines Films gemacht wird.

Eine Überblendung wird in Premiere Elements auf folgende Weise gemacht:

  1. Der Schnitt zwischen zwei Clips muss im Schnittfenster sichtbar sein.
  2. Wir drücken auf „Überblendungen“ unten rechts und wählen eine Überblendung aus. (Die klassischen Überblendungen befinden sich unter „Streuung“)
  3. Wir ziehen die gewünschte Überblendung per „Drag & Drop“ auf den jeweiligen Schnitt.
  4. Es erscheint das Fenster „Überblendungsanpassungen“. Dort haben wir die Wahl, ob die Überblendung nur auf den vorderen oder hinteren Clip oder auf beide angewendet werden soll. Da es sich ja um einen Übergang zwischen zwei Clips handelt, wählen wir meist „Zwischen Clips“ aus.
  5. Über die Dauer können wir festlegen wie lange die Überblendung in Sekunden dauern soll.

Gerade beim Schnitt von Interviews ist es üblich die Übergänge mit sogenannten „Weißblitzen“ zu gestalten. Das ist ein sehr kurzer Übergang zu weiß. Er ist meist nur zwei Frames lang. Da über die Dauer in den Überblendunganpassungen nur Überblendungen mit mindestens einer Sekunde festgelegt werden können, müssen wir hierzu die „Standarddauer der Videoüberblendung“ unter Bearbeiten->Voreinstellungen->Allgemein… auf 2 Frames einstellen.

Titel, Bauchbinden und Abspann einfügen

Bevor wir mit dem Einfügen von Titeln, Bauchbinden und dem Abspann beginnen klicken wir zunächst mit einem Rechtsklick auf das Voransichtsfenster und wählen dann die Option „Sichere Ränder“. Alle grafischen Elemente, wie auch Titel und Bauchbinden, sollten sich innerhalb des äußeren Rahmens der nun eingeblendeten Ränder befinden. Ein klassischer Abspann, der sich von unten nach oben bewegt bewegt sich natürlich auch außerhalb der sicheren Ränder.
Mit Klick auf „Titel und Text“ unten rechts erhälst du eine Auswahl an verschiedenen Textelementen. Teilweise werden diese animiert.
Für unser Berufsporträt benötigen wir zunächst zu Beginn des Films einen einfachen Titel wie z.B. „Industriemechaniker für Nutzfahrzeuge – ein Porträt von XYZ“. Hierzu ziehen wir das Element „Standardtext“ per „Drag & Drop“ an der gewünschten Stelle entlang der Zeitachse im Schnittfenster auf Videospur 3.
Auf der entsprechenden Stelle erscheint eine violette Box mit dem Namen „Default Text“. Mit Doppelklick auf die violette Box können wir den Text im Monitor direkt bearbeiten. Rechts erscheint das Fenster „Anpassungen“ über das wir die Schrift formatieren und ausrichten können (Reiter „Text“), Voreinstellungen für den Stil auswählen können (Reiter „Stil“).

Für eine Bauchbinde benötigen wir einen Text am unteren Bildschirmrand (innerhalb der sicheren Ränder), der z.B. durch ein Rechteck hinterlegt wird. Wie auch beim Titel ziehen wir zunächst ein Standardtextelement an die entsprechende Position im Schnittfenster. Wir formatieren den Text über das Fenster „Anpassungen“ genau wie auch beim Titel. Über den Reiter „Formen“ können wir Rechtecke, Ovale, Linien in das Monitorfenster einfügen. Für die Bauchbinde können wir z.B. eine Rechteck verwenden, das wir am unteren Bildschirmrand (innerhalb der sicheren Ränder platzieren). Nachdem wir das Rechteck erstellt und auch die Farbe nach unseren Vorstellungen angepasst haben, müssen wir dafür sorgen, dass es keine Textelemente überdeckt. Dies erreichen wir indem wir mit der rechten Maustaste auf das Textelement klicken und dann im Untermenü unter „Anordnen“ „In den Hintergrund“ auswählen.

Um Elemente wie Formen und Text verschieben zu können drücken wir die Taste „Escape“, dann erscheint der Cursor zum Verschieben von Elementen!

Nun können wir den Text auf das Rechteck ziehen, so dass er weiterhin sichtbar bleibt.

Nachdem wir  Titel und Bauchbinden erstellt haben benötigen wir noch einen Abspann. Diesen können wir z.B. ganz klassisch wie bei einem Spielfilm gestalten, wo sich die Namen aller am Film beteiligten langsam von unten nach oben aus dem Bildschirmrand bewegen.
In Premiere Elements fügen wir hierzu aus „Titel und Text“ das Element „Standard Kriechen“ an dementsprechender Stelle auf Videospur 3 ein und bearbeiten und formatieren den Text „Add text here“ wie auch bei einem herkömmlichen Titel.

Musik und Off-Text einfügen

Im Expertenmodus haben wir im Schnittfenster noch zwei weitere Audiospuren, um einen Offtext (Audiospur „Sprachkommentar“) und Musik (Audiospur „Soundtrack“) in unser Projekt einzubinden.
Einen Off-Text können wir mit einem Audioaufnahmegerät aufnehmen und über die Projektelement in das Projekt importieren. Du kannst die Audioaufnahme schon vorher mit einem Audioschnittprogramm schneiden, bevor Du sie in das Filmprojekt einfügst oder direkt im Schnittprogramm, wie bei einen Filmclip auch.
Um die Lautstärke einer zusätzlichen Audiospur zu verringern oder zu erhöhen, klappen wir die Audiospur mit dem kleinen Dreieck am linken Bildschirmrand nach unten aus. Nun erscheint eine gelbe Linie. Durch Verschieben dieser Linie nach oben (lauter) oder nach unten (leiser) können wir die Lautstärke des jeweiligen Audioclips regulieren. Möchten wir, dass die Lautstärke langsam ansteigt oder abfällt, können wir durch Drückern der Taste „Strg“ Punkte (sogenannte Keyframes

Weitere Möglichkeiten

Du kennst nun die wichtigsten Grundlagen um einen Film zu schneiden, Übergänge zu gestalten, Titelelemente und zusätzliche Audiospuren einzufügen. In Premiere Elements kannst Du außerdem diverse Effekte auf Video- und Audiomaterial anwenden (unter „Effekte“) oder Musik und Geräusch (unter „Audio“) zu deinem Clip hinzufügen.
Auch das Menü „Anpassen“ oben rechts bietet zahlreiche Möglichkeiten um Video- und Audiomaterial deines Videos zu modifizieren. Interessant ist hier z.B. die „Automatische intelligente Farbtonanpassung“, um beim Einsatz verschiedener Kameratypen ein einheitliche Farbtöne zu erhalten . Am besten Du probierst es einmal selbst einmal aus!

Ausgabe des Films in verschiedene Dateiformate

Nachdem wir den Film in Premiere Elements fertig bearbeitet haben, können wir uns entscheiden, über welches Medium er veröffentlicht werden soll (z.B. auf einer DVD oder auf einer Videoplattform). Danach richtet sich auch das Dateiformat, in dem er ausgegeben werden muss. Wie man einen Film mit Premiere Elements ausgibt, erfährst Du im Kapitel Dateien für die Archivierung und Veröffentlichung richtig ausgeben.

Bearbeiten von Videos mit mehreren Videospuren

Hat man eine Szene (z.B. bei einem Spielfilm) oder ein Ereignis (z.B. Interview oder Sportereignis) mit mehreren Kameras gleichzeitig gefilmt, so können wir in Premiere Elements mehrere Videospuren im Modus „Experte“ nutzen um das Material zunächst zu synchronisieren und anschließend zu schneiden.
Um dies zu demonstrieren gehen wir von einem Interview aus, dass mit zwei Kameras gleichzeitig nach dem Schuss-Gegenschuss-Prinzip gefilmt wurde.
Zunächst legen wir wieder eine übersichtliche Ordnerstruktur auf dem Computer an:
Für unseren Interviewfilm wurde der Ordner „Interview mit Jan Feddersen“ angelegt. In diesem befinden sich nun zwei weitere Unterordner „Kamera 1“ und „Kamera 2“ getrennt mit den Videodateien der mobilen Kameras. „Kamera 1“ ist die Kamera, die vorwiegend den Interviewer gefilmt hat. „Kamera 2“ hat vorwiegend den Interviewpartner gefilmt. (Es kann aber auch vorkommen, dass eine Kamera Interviewer und Interviewpartner zeitweise aufeinmal in der Totalen zeigt.)
Wir importieren nun wieder beide Ordner in die „Projektelemente“. Im Modus „Experte“ sind nun mehrere Videospuren, die mit Audiospuren verknüpft sind (Video 1 + Audio 1, Video 2 + Audio 2, Video 3 + Audio 3) sichtbar.
Wir ziehen nun alle Clips aus dem Ordner „Kamera 1“ auf die Spuren „Video 2 und Audio 2“.
Anschließend ziehen wir alle Clips aus dem Ordner „Kamera 2“ auf die Spuren „Video 1 und Audio 1“.

Wir legen bewusst nicht auf die Clips der Kamera 1 auf die Spuren „Video 1 und Audio 1“, sondern auf „Video 2 und Audio 2“, weil Kamera 1 den Interviewer gefilmt hat und dieses Material weniger zu sehen sein soll, als die Clips von Kamera 2, die vorwigend den Interviewpartner zeigen. Im Vorschaufenster (und somit auch im fertigen Film) ist immer das Videomaterial zu sehen, das auf der obersten Spur im Schnittfenster liegt.
Falls „Videospur 3 und Audiospur 3“ nicht im Schnittfenster sichtbar ist, können wir sie sichtbar machen, indem wir mit dem Scrollbalken am rechten Bildschirmrand nach oben scrollen. Wir benötigen Videospur 3 z.B., um dort zusätzliche Schnittbilder, Titel und Bauchbinden abzulegen.

Da beide Kameras das Interview gleichzeitig gefilmt haben, können wir nun die Clips, die auf den Video- und Audiospuren 1+2 liegen synchronisieren.

Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:

  1. Synchronisation anhand der Audiospuren:

    Haben beide Kameras Ton aufgezeichnet, so können wir deren Video- und Audiomaterial anhand der Audiospur synchronisieren. Idealerweisen haben wir zu Beginn der Aufnahme des Interviews durch Schließen der Filmklappe oder durch Klatschen einen Synchronisationston erzeugt und können diesen nun für die Synchronisation anhand der Audiospuren nutzen. Aber auch ohne Synchronisationston können die Audiospuren für die Synchronisation genutzt werden. In beiden Fällen sollten die Audiospuren in der Wellenform dargestellt werden. Dies erreichen wir, in dem wir das kleine Dreieck am linken Rand der jeweiligen Audiospur anklicken und sich so die jeweilig Audiospur nach unten ausklappt. Die Wellenformen ähneln sich an den Stellen, an denen von beiden Kameras der gleiche Moment aufgezeichnet wurde. Wenn wir nun weit Hineinzoomen, können wir den Synchronisationston, der durch die Filmklappe oder das Klatschen erzeugt wurde, besser erkennen. Haben wir den Synchronisationston auf beiden Audiospuren gefunden, können wir nun das Video- und Audiomaterial einer Video- und Audiospur komplett auswählen und die beiden Stellen, an denen der Synchronisationston zu hören ist, übereinander schieben und zwar auf einen Frame genau. Eine gute Kontrolle bietet hier der Ton selbst, wenn man das zu synchronisierende Material abspielt. Sind die Spuren noch nicht exakt synchronisiert hört es sich an wie ein Halleffekt!

  2. Synchronisation anhand der Videospuren:

    Auch hier kann der Einsatz einer Filmklappe oder Klatschen zu Beginn eines Aufnahme von Vorteil sein, aber auch jede andere markante Bewegung kann zur Synchronistation über das Bild der beiden Videospuren genutzt werden. Suche zunächst auf beiden Spuren den Clip in dem sich das Schlagen der Filmklappe oder eine andere markante Bewegung befindet. Bringe dann das Material auf den beiden Video- und Audiospuren ungefähr in Übereinstimmung. Erweitere die Videospur, die auf der oberen Spur liegt, mit Klick auf das kleine Dreieck am linken Bildschirmrand zu Beginn der Videospur, nach unten. Nun ist in allen Clips der Videospur eine vertikale gelbe Linie zu sehen. In dem wir diese mit der Maus anklicken und bei gedrückter linker Maustaste etwas nach unten ziehen, wird die Videospur transparenter und wir können die darunter liegende Videospur gleichzeitig sehen. Finde nun die exakte Stelle mit der Filmklappe oder einer anderen markanten Bewegung, markiere eine gesamte Videospur und bewege sie nach links oder rechts, bis die jeweilige Bewegung synchron ist. Als Kontrolle kannst Du wiederum den Ton nutzen (Hall vorhanden oder nicht?) oder falls nur eine Tonspur vorhanden ist, schauen, ob der Ton lippensynchron ist. Um anhand der Videospuren an anderen Stellen die Synchronizität der Spuren zu überprüfen kannst du bei anderen Clips der oberen Spur die Transparenz erhöhen.

Du weißt nun, wie man mehrere Video- und Audiospuren synchronisiert. Nach der Synchronisation verläuft der Schnitt, prinzipiell wie beim Berarbeiten von nur einer Videospur. Wichtig ist aber, dass wenn an einer bestimmten Stelle über beide Spuren geschnitten werden soll, kein Clip an der jeweiligen Stelle ausgewählt werden darf, da sonst nur ein Schnitt im ausgewählten Clip gemacht wird!

Häufige Fehler

  • Das Filmprojekt wurde nicht regelmäßig gespeichert und es kann sein, dass das Programm ohne Sicherung des aktuellen Bearbeitungsstandes abstürzt. Somit geht manchmal viel Arbeit verloren. (In Premiere Elements kann man dann aber auf regelmäßige automatische Speicherungen zurückgreifen. Standardmäßig werden diese alle 20 Minuten gemacht. Es gehen also maximal nur die Arbeitsschritte verloren, die man innerhalb der letzten 20 Minuten vor dem Absturz gemacht hat).
  • Wenn nicht alles Material, das in ein Videoprojekt eingebunden wird, in einem Projekt-Hauptordner (mit Unterordnern) gespeichert wird, kann es passieren, dass nach dem Projekt nach dem Kopieren des Projekt-Hauptordners von der Festplatte auf ein externes Speichermedium Dateien fehlen und so Lücken in dem zu bearbeitenden Film entstehen.
  • Oftmals wird der Fehler gemacht, dass eine Person in einer Filmprojektgruppe alleine einen Film schneidet und sich die Gruppe nicht regelmäßig über das angestrebte Ergebnis austauscht. Auf diese Weise ensteht Unzufriedenheit in der Gruppe mit dem Film oder es muss nochmal viel Zeit investiert werden, um das angestrebte Ziel zu erreichen.

Übungen

Schneiden macht am meisten Spaß, wenn man an seinem eigenen Filmprojekt arbeitet! Versuche die einzelnen Arbeitschritte, die in diesem Kapitel beschrieben, werden für dein eigenes Filmprojekt nachzuvollziehen.

Verwandte Themen und Links zu externen Ressourcen

Kapitel: Grundlagen der Arbeit mit der Kamera / Weiterführende Kenntnisse für die Arbeit mit der Kamera / Grundlagen der Beleuchtung / Filme richtig strukturieren

Arbeitsweise mit Jugendlichen

Längere Zeit vor dem Schnittcomputer sitzen empfinden Jugendliche oft als langweilig. Außerdem können normalerweise nur zwei Mitglieder eine Filmprojektgruppe an einem Schnittrechner gleichzeitig arbeiten. Sorgen Sie deshalb bei der Arbeit in Gruppen dafür, dass die Teilnehmer sich regelmäßig beim Schneiden abwechseln, auch wenn dies vielleicht die Qualität des Films etwas negativ beeinflusst, da Fähigkeiten der Teilnehme variieren können. Nur auf diese Weise können aber alle Teilnehmer Fähigkeiten für den Filmschnitt entwickeln. Der Lernzuwachs sollte im Vordergrund stehen nicht das Produkt.
Diskutieren sie regelmäßig mit allen Teilnehmern einer Projektgruppe über den aktuellen Zwischenstand des Schnitts und geben sie wo nötig Unterstützung.
Bieten Sie außerdem für diejenigen, die gerade nicht am Schnitt arbeiten können, weitere Aktivitäten an. Diese können sich z.B. auch auf das Projekt beziehen. Z.B. können die Jugendlichen Poster über das Projekt oder das Filmthema erstellen oder mit Kamera und Mikrofon andere Projektteilnehmer zum Projektverlauf und das Thema ihres Filmes interviewen.
Geeignet sind aber auch körperliche Aktivitäten ohne direkten Bezug zum Projekt, wie z.B. Bewegungs- oder Theaterimprovisationsspiele!

Fachausdrücke